Dienstag, den 16. Oktober 2001 in Tasmanien
Interne Krise!
Freitag, 12. Oktober 2001
An diesem Tag hatten wir spielfrei! Normalerweise nutzt man diese Tage zum Entspannen, um den Kopf ein wenig vom Hockeyplatz frei zu bekommen. Wir allerdings
nutzten den Tag, um einen Ausflug zu machen. Wir fuhren mit dem Bus in Richtung Port Arthur - nach einer guten Stunde Busfahrt kamen wir an einigen Aussicht stellen ( Looking Out) an. Hier durften wir von Felsen aus die Brandung des Meers bewundern. Jedoch war das gar nicht so ruhig und idyllisch, wie man sich das vorstellt. Die Hälfte von uns wagte sich an einen Felsenrand und wurde beim Filmen und Fotografieren von einer ca. 8m hohen Welle erwischt...das Ergebnis waren feuchte Klamotten und eine defekte Kamera von Flori...! Aber natürlich ließen wir uns von diesem Vorfall nicht kleinkriegen und fuhren weiter nach Port Arthur. Dort nahmen wir an einer Besichtigung teil.
Wieder im Hotel angekommen, begaben wir uns nach der Besprechung dann doch wieder zum Hockeyplatz um das Spiel England gegen Australien zu beobachten - das Spiel war extrem langweilig! Natürlich war das wieder kein Grund für uns zur Ratlosigkeit und wir schlossen uns, wie schon etliche andere Nationalmannschaften, mit den Argentiniern zusammen, um uns selbst auf der Tribüne zu feiern. Dadurch stieg die Stimmung im Stadion zwar an, jedoch nicht die Spannung des laufenden Spiel. Mit heiserer Stimme verabschiedeten wir uns von dieser Nullnummer nach Hause.
Samstag, 13. Oktober 2001
Das Spiel gegen Malaysia, in dem uns ein Unentschieden reichte, um die Vorrunde als Gruppenerster zu beenden, wurde zum Auslöser einer internen Krise...!! Ja, ja - eine extrem schwache Leistung und fehlender Einsatz führten zur Unzufriedenheit von Trainern und auch uns Spielern. Es mußte etwas geschehen.
Die Mannschaft setzte sich ohne den Bunker (das Trainer und Betreuerteam) zusammen, sprach sich aus und zog Konsequenzen um unser Ziel, Weltmeister zu werden, zu erreichen.
Anschließend gab es natürlich auch eine Besprechung mit dem ganzen Team, in der uns Coach Uli die zukünftige Richtung vorgab.
Torschützen an diesem Trauertag waren Max Landshut( Eckenschlenzer) und Flori Keller nach Eckenvariante.
Sonntag, 14. Oktober 2001
Mit dem Spiel gegen Spanien befreiten wir uns aus der Krise und spielten vor allem in der ersten Halbzeit genau das Hockey, das unser Trainer von uns sehen wollte! In der 15. Minute schlossen wir einen herrlich herausgespielten Konter ab und gingen in Führung. Weiterhin spielten wir sehr diszipliniert, was sich zu einem großen Vorteil entwickelte. Der Schiedsrichter, von dem böse Zungen behaupten, dass er uns letztes Jahr im EM-Finale in Madrid stark verpfiffen hat und durch seine Entscheidungen uns die EM kostete, wurde von uns nicht beachtet. Natürlich kommentierten wir keine seiner Entscheidungen. Das Ergebnis war eine Flut von gelben Karten für die Spanier, die sich sehr undiszipliniert verhielten! In Überzahl kamen wir zum 2:0, das von uns an der Eckfahne gefeiert wurde. Bemerkenswert war, dass der sonst sehr ruhige Eike Duckwitz völlig aus sich heraus kam um in Ronaldo-Manier zu Eckfahne segelte! Endstand war 2:1...Torschützen: Timo Weß und Eicke Duckwitz.
So kann man sagen, dass die Gefahr, über die in den oben geschilderten Besprechungen von uns besprochen wurde, früh genug erkannt werden konnte und die Mannschaft sich zur rechten Zeit gefunden hat.
Montag, 15. Oktober 2001
Auch an diesem freien Tag unternahmen wir einen Ausflug. Diesmal steuerten wir zu erst einen Naturpark an, indem wir riesige Bäume und Wasserfälle beobachteten.
Das nächste Ziel war ein Wildlife-Park. Hier lernten wir die typisch australischen und tasmanischen Tiere kennen. Unsere Favoriten waren natürlich die Tasmanischen Teufel so wie die Kängurus...
Im restlichen Verlauf des Tages beschäftigten wir uns - wie üblich - per Video mit unserem Spiel. Am Abend dann stand es uns offen, noch einmal die Hockeyanlage zu besuchen, um uns die Aussies gegen Argentinien anzuschauen! Der größere Teil vom Team fuhr dann zum Spiel. Um den Abend nicht zu langweilig werden zu lassen, eröffnete Max ein Wettbüro, indem wir alle für den Einsatz von 5$ das Endergebnis tippten. Die glücklichen Gewinner des Jackpots waren Max und Meini, die mit ihrem Tipp 2:1 für die Aussies richtig lagen!
Wir bedanken uns mal wieder für euer Interesse und freuen uns auch über weitere Fanmails...solange sie positiv und nicht in irgendeiner Weise beleidigend und unsachlich sind...
Liebe Grüße Witti und Wesa
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